Ziel: 85% CO2-Einsparung bis 2050 in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Das "Integrierte Klimaschutzkonzept" der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist fertiggestellt. Es sieht eine CO2-Einsparung von 85% bis zum Jahr 2050 vor. Bis 2020 soll eine CO2-Einsparung von 15% erreicht werden.

Zwischen Ende 2015 und Sommer 2017 erarbeitete die Diözese ihr "Integriertes Klimaschutzkonzept" in enger Kooperation mit der FEST Heidelberg, der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft.

Mit einer Pressekonferenz in Stuttgart stellte Bischof Fürst am 1.12.2017 das "Integrierte Klimaschutzkonzept" der Diözese vor. Als Vorbild und Modell wurde dabei der sog. Eisspeicher im Bauprojekt "Rosenstein" des Siedlungswerks vorgestellt. Er erlaubt es, die im Sommer erzeugte Solarwärme bis zur winterlichen Heizperiode zu speichern.

Dokumente zum Download:

Was ist ein "Integriertes Klimaschutzkonzept"?

Das Klimaschutzkonzept umfasst die folgenden Elemente:

Energie- und CO2-Bilanz

Mit dem Klimaschutzkonzept verfügt die Diözese erstmalig über eine Energie- und CO2-Bilanz. Mit umfangreichen Erhebungen und der Hochrechnung bereits erfasster Energieverbrauchsdaten wurde der gegenwärtige CO2-Ausstoß in der Diözese ermittelt. Auf dieser Grundlage konnte sich die Diözese ein Reduktionsziel für ihre CO2-Emissionen geben. Bis zum Jahr 2050 sollen die Emissionen um 85% reduziert werden. Bis Ende 2020 ist die Reduktion der CO2-Emissionen um 15% vorgesehen.

Maßnahmenkatalog

Das Klimaschutzkonzept schlägt einen Katalog von Maßnahmen vor, um die diözesanen Reduktionsziele zu erreichen. Einige dieser Maßnahmen sind bereits umgesetzt oder werden zeitnah angegangen (Stand 05/2019).

Realisierung der Maßnahmen:

Zur Umsetzung des Maßnahmen des Klimaschutzkonzepts stellten die Diözesanleitung und der Diözesanrat im Jahr 2018 15 Mio. Euro zur Verfügung. Mit 12 Mio. Euro werden Investitionen in Klimaschutz und Energieeffizienz im Gebäudebereich über den Nachhaltigkeitsfonds gefördert. Die Förderrichtlinien des Nachhaltigkeitsfonds wurden entsprechend überarbeitet und ergänzt. Mit weiteren 3 Mio. Euro werden weitere Maßnahmen in der Diözese finanziell gefördert. Förderrichtlinien für diese Bereiche werden in Kürze veröffentlicht.

Zur Umsetzung der Maßnahmen des Klimaschutzkonzepts wurden bereits zwei Klimaschutzmanager eingestellt.

Im Rahmen der Förderung unseres "Klimaschutzmanagements" werden die zwei Stellen der Klimaschutzmanager - genauso wie das Klimaschutzkonzept selbst - von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes gefördert.

Zur finanziellen Förderung durch die Bundesregierung:

Das Klimaschutzkonzept der Diözese und die Umsetzung des Konzepts durch zwei Klimaschutzmanager werden gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.

  • Förderung des Klimaschutzkonzept Förderkennzeichen: 03K01966, Laufzeit: 01.12.2015 bis 31.05.2017
  • Förderung des Klimaschutzmanagements Förderkennzeichen: 03K08742, Laufzeit: 01.02.2019 bis 31.01.2022

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.